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Das Theaterstück zum Thema Global-Lokal des IdA-Profils


16.06.2020 In diesem Jahr hat das IdA-Profil S2 in Kooperation mit dem Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte gemeinsam an einem Theaterstück über das Thema „Global und Lokal“ gearbeitet. Das Ziel war ein Auftritt auf dem FLEX Festival der Schulbehörde und dem Theaterfestival „Schule macht Theater“ vom Fachverband „Theater in Schulen“. Covid-19 hat dem Projekt einen großen Strich durch die Rechnung gemacht. Im folgenden Text wird das Projekt vorgestellt und ein Einblick in den Entstehungsprozess gegeben.

Global.Lokal


„Schulbau Hamburg“ ist zuständig für den Bau und die Sanierung Hamburger Schulen. Theater und Kunstprojekte gehören zunächst einmal nicht zur Kernkompetenz dieser Behörde. Nichtsdestotrotz lässt sich sagen, dass die Entscheidung ein Gebäude für die gemeinsame Nutzung durch die BZBS und die Heinrich-Hertz-Schule zu errichten, in gewisser Weise den Grundstein für das Theaterprojekt der Klasse H18/HH18 und des IdA-Profils gelegt hat.
Reines Beton schafft natürlich noch keine Kooperation. Diese ergab sich aus einem Kennenlernen der Kollegien beider Schulen und dem Wunsch eines Kollegen der Heinrich-Hertz-Schule und einer Kollegin der BZBS mit ihren Lerngruppen gemeinsam Theater zu spielen. Ein erster Testlauf hierfür war eine Projektwoche bei der Sinneswahrnehmung im Mittelpunkt stand.

Kreative Prozesse wiederum brauchen eine Plattform, auf denen sie präsentiert werden können. Eine solches Angebot ergab sich aus der Kooperation der BZBS mit der Schulbehörde. Hieraus resultierte die Möglichkeit zum Spiel beim FLEX Festival. Das Thema für das Theaterstück entstand durch den Wunsch sich zusätzlich auch für das Theaterfestival „Schule macht Theater“ vom Fachverband „Theater in Schulen“ zu bewerben. Die Voraussetzung für eine Bewerbung hier war die Auseinandersetzung mit dem Thema „Global und Lokal“.

Hinter diesen zwei Adjektiven verbirgt sich eine Entwicklung, die in den letzten Jahrzehnten immer mehr an Bedeutung gewonnen hat: Menschen leben an einem bestimmten Ort, mit bestimmten Traditionen und mit spezifischen Charakteristika. Gleichzeitig bewegen sie sich mit verschiedenen Verkehrsmittel durch die ganze Welt. Dies verbindet sich mit der omnipräsenten Vernetzung durch Smartphones, digitalen Plattformen und sozialen Medien. Diese Prozesse stehen miteinander in enger Verbindung. Das Lokale wird geprägt durch das Globale und andersherum bringt gerade die Tendenz zur Vereinheitlichung in einer globalen Welt den Wunsch nach etwas Eigenem, Lokalem und Besonderen mit sich.
Mit Hilfe von Mitteln des Dokumentarischen Theaters nach Peter-Weiss und Rimini Protokoll näherten sich die Theatergruppen diesen Phänomenen. Dabei ergaben sich Fragen danach, wie das Lokale eigentlich für die verschiedenen Menschen in der Gruppe aussieht, wie es immer wieder in globale Strukturen übergeht und von ihnen geprägt wird, so wie zum Beispiel von internationalen Unternehmen (z.B. Starbucks und McDonalds). Genauso sind wir darauf gestoßen, dass globale Phänomene wie Gangster Rap immer wieder auch lokale Spielarten hervorbringen und nicht nur die Jugendkultur, sondern auch die Lebensläufe von Menschen prägen. Außerdem berührte die Arbeit die Kollision beider Sphären, wie zum Beispiel bei der Kritik von Fridays for Future.

All dies mündete in einer Art Collage dieser verschiedenen Ideen. Der Raum stand dabei theatral im Mittelpunkt, wie später im Text von Viola Kiefner noch weiter ausgeführt wird.

Der Kerngedanke der Kooperation bestand von Anfang an darin, Schüler/innen mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam ins Spiel zu bringen. Dem haben wir uns über sensibilisierende Übungen genähert, wenn zum Beispiel ein/e Schüler/in eine/n andere/n mit verbundenen Augen durch den Raum führte. Gleichzeitig gab es hier für beide Seiten viel zu lernen, wie im Folgenden in den Texten der Schüler/innen beschrieben wird. Dass Theater für blinde Menschen ganz anders funktioniert, war eine der besondere Einsichten hierbei, gepaart mit der Erkenntnis, dass es Mittel und Wege gibt - in diesem Fall durch Sprecher/innen, welche die Handlung beschrieben.

Der letzte Stand des Projektes bestand aus vielen kleinen Szenen, welche die Bausteine des Theaterstücks werden sollten. Es wäre nun darum gegangen, Verbindungslinien zu ziehen, den Raum und weitere ästhetische Dimensionen zu erschließen. Hier hätte es noch viel zu gestalten und zu erleben gegeben. Leider ist - obwohl uns Schulbau Hamburg in gewisser Weise auf den Weg gebracht hat - aus diesen Bausteinen am Ende kein fertiges Gebäude geworden. Nichtsdestotrotz hat es auf dem Weg viele spannende und nachdenkliche Momente gegeben und nicht zuletzt einige „Magic Moments“, wie man im Theater besonders ausdrucksstarke Szenen bezeichnet.

Arne Frohwitter

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