02.04.2026 Nach der idealen römischen Stadt sowie Hinweisen auf den Einfluss der Römer auf ihre nördlichen Nachbarvölker suchten Schülerinnen und Schüler der Lateinkurse Klasse 7 und 9 auf ihre Exkursion nach Köln vom 18.03.-20.03.2026.
Die Bedingungen schienen ideal: Bestes Wetter war angekündigt, eine Führung in die wortwörtliche Unterwelt Kölns, wo die Reste der alten Römischen Stadt Colonia Claudia Ara Agrippinensium (kurz: CCAA) am greifbarsten sind, war gebucht, ebenso lag die Jugendherberge in knappen 10 Bahnminuten nah am Zentrum.
Ganz so einfach sollte es jedoch nicht werden: Zunächst stellten die Warnstreiks der öffentlichen Nahverkehrsbetriebe uns vor die Herausforderung, am Mittwoch, unserem Ankunftstag, einen großen Umweg mit den noch aktiv verbliebenen Buslinien zu fahren, um unsere Jugendherberge zu erreichen. Dass wir aufgrund einer Verspätung unseres ICEs nicht wie geplant am Kölner Hauptbahnhof starteten, sondern in Köln-Deutz aussteigen durften, darf man dabei getrost übergehen.
Der freien Erkundung der Kölner Innenstadt mit ihren oberirdischen römischen Zeugnissen wie dem Römerbrunnen, der Hafenstraße oder dem Nordtor ging eine Odyssee in überfüllten Bussen Richtung Innenstadt voraus – und genauso auch wieder zurück.
Vor dem Hintergrund dieser Verkehrswirren hat unsere Reisegruppe beschlossen, sich am folgenden Donnerstag getreu unserer Ausrichtung als Sportbetonte Schule auf die eigenen Füße zu verlassen – was aufgrund des nun eingetretenen kompletten Streiks auch gar nicht anders möglich war. Folglich sind wir bei strahlendem Sonnenschein 3,5 km am Rhein längs zum Kölner Dom gelaufen, wo unsere Führung in Kölns Unterwelt stattfinden sollte. Hier wurden wir damit konfrontiert, dass uns aus unerfindlichen Gründen die Erlaubnis entzogen wurde, die Tiefgarage des Kölner Doms (wo der Hauptteil unserer Führung stattfinden sollte) zu betreten und das eine Stunde vor Beginn unserer Führung. Glücklicherweise stand uns ein kompetenter wie sympathischer Guide zur Seite, der schnell improvisieren konnte und uns stattdessen zu den gut erhaltenen Überresten der einstigen Stadtmauer samt Wachturm führte und auf dem Weg alles über das römische Köln erzählte und wo es sich in der heutigen Stadt befand. Zum Beispiel liegen die heutigen Einkaufsstraßen Hohe Straße und Schildergasse direkt auf den einstigen Hauptstraßen in Nord-Süd- (Cardo Maximus), bzw. Ost-West-Richtung (Decumanus). Außerdem berichtete er von dem meist friedlichen Verhältnis der römischen Stadt zu ihren germanischen Nachbarn.
Zum Abschluss wurden wir dann doch noch in die tiefen Gewölbe der Kirche St. Martin (eine Nachbarkirche des Doms) geführt und durften ein antikes Naturschwimmbad der dort stationierten Römischen Legionäre besichtigen – Bei Hochwasser des Rheins wird es immer noch aufgefüllt!
Nach einer späten Mittagspause und eigenen Erkundungsunternehmungen legten wir den weiten Weg wiederum zu Fuß zur Herberge zurück und verbrachten ziemlich erledigt, aber gut gelaunt einen schönen Abend bei Würfelspielen und Tischtennis und konnten am Freitag wieder auf die Bahn zurückgreifen, um zum Hauptbahnhof zu gelangen, von wo aus uns der Zug pünktlich nach Hause und ins Wochenende brachte.
Trotz aller Unwägbarkeiten hatten wir eine sehr schöne und lehrreiche Zeit in Köln und sind uns einig, dass wir definitiv wiederkommen möchten!
Maximilian Diers
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