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„Ich muss mein Leben nicht mehr aufschieben lassen“ - ein Zeitzeugengespräch mit Dita Kraus


26.01.2021 Am 12.11.2020 wurde ein Gespräch mit der Zeitzeugin Dita Kraus über die Plattform Zoom aufgenommen, an dem auch viele Schüler*innen aus Jahrgang 9 im Rahmen des Anne-Frank-Jahres teilnahmen.

Das Gespräch fand unter der Moderation von Mitarbeitern der Gedenkstätte des KZ Neuengamme und in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung statt. Der eigentliche Termin war für den 2.Mai, dem Tag der Befreiung der jüdischen Gefangenen, geplant, aufgrund der Corona Pandemie konnte der Termin aber erst am 12.11.2020 über Zoom stattfinden. Neben Dita Kraus wurden ihr Sohn, Ron Kraus aus Israel, und ihre Nichte Barbara Bisicky-Ehrlich eingeladen, die begleitend zu dem Gespräch Passagen aus dem Buch „Ein aufgeschobenes Leben“ von Dita Kraus vorlas.
Dabei waren außerdem rund 200 internationale Zuschauer zugeschaltet.

Dita Kraus wurde in eine sozialdemokratische, jüdische Familie hineingeboren, die in Prag lebte. Sie überlebte drei Konzentrationslager und wurde 1945 aus dem Lager in Bergen-Belsen befreit, dem Lager, in dem Anne Frank starb.
Dita Kraus heiratete nach dem Krieg Otto Kraus, den sie im Lager als Kind kennenlernte und wurde Lehrerin in Israel. Besonders interessant ist hierbei, dass sie im Gespräch schilderte, sich nicht vorstellen zu können, jemanden zu heiraten, der nicht die gleichen Erfahrungen in einem KZ gemacht hat.

Dita überlebte das KZ in Auschwitz, Bergen-Belsen sowie drei Außenlager des KZ Neuengamme. Ihre Eltern überlebten nicht. Nach der Befreiung zog die 15-Jährige Dita zu ihrer Tante. Im Gespräch berichtete sie von einem unstillbaren Hunger, den sie nach dem Krieg noch viele Jahre spürte. Wie sie in ihrem Buch schrieb, kam der Hunger nicht von ihrem Magen, sondern aus ihrem Kopf. Diese Passage hat uns besonders berührt, da es für uns so selbstverständlich ist,
genügend Essen zu haben. Neben diesem Beispiel gab es während des Zeitzeugengesprächs viele bewegende Momente und Beschreibungen aus ihrem Leben. So erzählt sie auch, dass es als 10-jähriges Mädchen im KZ in Auschwitz kaum möglich war, sich zu bewegen, ohne über Leichen oder entkräftete Körper zu stolpern.

Es war eine besondere Erfahrung für uns bei dem Gespräch dabei zu sein. Besonders bewundernswert fanden wir Ditas sympathische Ausstrahlung und ihre Bereitschaft, über ihre Erfahrungen und ihr Leben zu sprechen und auf die vielen Fragen Antworten zu geben. Nach dem Gespräch haben wir ihr Buch gekauft. Inzwischen ist das Zeitzeugengespräch auch auf Youtube zu finden:



Weil so viele Schüler*innen des Jahrgangs 9 der HHS beim Zeitzeugengespräch anwesend waren, hat Dita Kraus angeboten, dass man ihr schreiben kann, wenn man noch Fragen hat oder ihr eine Nachricht zukommen lassen möchte. Leitet dazu eure Mail an Dita Kraus zuerst an Frau Günther weiter. Diese wird die Mails dann gesammelt an Frau Kraus weiterleiten sowie den Kontakt für die Antworten herstellen.

Es hat uns gefreut, ihr zuhören zu können und wir wünschen Dita alles Gute!

Line und Lionel Helbig, Klassen 9f und 9c

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